WDVS: Was es ist, warum es wichtig ist und was Sie über Dämmung an Fassaden wissen müssen
Ein WDVS, ein Wärmedämmverbundsystem, das aus Dämmplatten, Kleber, Armierung und Putz besteht und an der Außenwand eines Gebäudes angebracht wird. Auch bekannt als Fassadendämmung, ist es die gängigste und effektivste Methode, um alte Häuser energieeffizient zu sanieren. Ohne WDVS bleibt Wärme verloren – und mit ihr Geld, Komfort und das Wohngefühl. Es ist kein Luxus, sondern eine Notwendigkeit, besonders in Deutschland, wo über 70 % der Wohngebäude vor 1978 gebaut wurden und kaum gedämmt sind. Die meisten davon haben keine oder nur eine dünne, veraltete Dämmung – und das macht sie zu Energieverschwendern.
Ein WDVS funktioniert, indem es eine Schicht aus Dämmstoffen, Materialien wie Styropor, Mineralwolle, Holzfaser oder PIR, die Wärme zurückhalten und den Wärmeverlust durch die Außenwand reduzieren an die Fassade klebt. Darüber kommt ein armierter Putz, der die Dämmung schützt und gleichzeitig wetterfest macht. Es ist kein Geheimnis, dass Glaswolle und Styropor die gängigsten sind – aber Holzfaserdämmung gewinnt an Bedeutung, weil sie atmungsaktiv ist und Feuchtigkeit besser reguliert. Wer ein Haus mit altem Mauerwerk sanieren will, muss genau prüfen, welcher Dämmstoff zu seinem Mauerwerk passt. Ein falscher Dämmstoff kann Schimmel fördern – und das ist teurer als die ganze Sanierung.
Warum sollte man sich für ein WDVS entscheiden? Weil es die einzige Lösung ist, die wirklich hilft: Es senkt die Heizkosten um bis zu 40 %, verbessert das Raumklima und erhöht den Wert der Immobilie. Es ist auch die einzige Methode, die in den meisten Fällen Fördermittel von der KfW oder den Bundesländern erhält – vorausgesetzt, der U-Wert ist unter 0,20 W/(m²K). Und nein, es ist nicht nur was für Neubauten. Fast alle Sanierungen, die heute erfolgreich sind, nutzen WDVS – egal ob Einfamilienhaus, Reihenhaus oder Mehrfamilienhaus. Die Technik ist seit Jahrzehnten bewährt, und die Materialien werden immer besser.
Was viele nicht wissen: Ein WDVS verändert nicht nur die Energiebilanz – es verändert auch das Aussehen Ihres Hauses. Mit modernen Putzen und Farben kann es komplett neu wirken. Ob rustikal, minimalistisch oder farbenfroh – die Gestaltungsmöglichkeiten sind fast unbegrenzt. Und es ist oft günstiger, als man denkt. Die Kosten liegen zwischen 80 und 150 Euro pro Quadratmeter, je nach Dämmstoff und Ausführung. Im Vergleich zu einem kompletten Dach- oder Fensteraustausch ist das ein günstiger Einstieg in die Energiesanierung.
Wenn Sie sich mit Altlasten, Schadstoffen oder der Grundsteuerreform beschäftigen, dann wissen Sie: Sanieren ist komplex. Aber mit WDVS haben Sie einen klaren, messbaren Schritt vor sich – einen, der direkt in Ihrer Geldbörse und in Ihrer Umweltbilanz wirkt. Die folgenden Artikel zeigen Ihnen, wie Sie die richtigen Dämmstoffe wählen, wie Sie Kosten abschätzen, warum die Installation oft von Profis abhängt und wie Sie vermeiden, dass sich Schimmel hinter der Dämmung bildet. Es geht nicht um Theorie. Es geht um Ihre Heizkosten, Ihre Gesundheit und Ihren Hauswert – und wie Sie das alles in einem Zug verbessern können.