Teppichboden verlegen: So gelingt die Installation richtig
Beim Teppichboden verlegen, ein flexibler, langlebiger Bodenbelag, der in Wohnräumen, Büros und öffentlichen Gebäuden eingesetzt wird. Auch bekannt als Florbelag, ist er besonders beliebt, weil er warm, leise und leicht zu pflegen ist. Viele glauben, Teppichboden ist nur ein Rollenmaterial, das man einfach ausrollt – doch das ist ein fataler Irrtum. Ohne richtige Vorbereitung des Untergrunds, passender Unterlage und präziser Nahtführung wird er sich wellen, an den Rändern aufrollen oder nach Jahren ungleichmäßig abnutzen.
Ein Unterlage für Teppichboden, eine dämpfende Schicht aus Schaumstoff, Filz oder Kunststoff, die zwischen Boden und Teppichboden liegt ist nicht optional – sie ist die unsichtbare Grundlage für Haltbarkeit und Komfort. Ohne sie überträgt sich jeder Schritt direkt auf den Beton oder Holzboden, was nicht nur unangenehm ist, sondern auch die Fasern des Teppichs frühzeitig abnutzt. Die richtige Dicke? Meist 3 bis 6 Millimeter – zu dick, und der Teppichboden lässt sich nicht mehr richtig verkleben; zu dünn, und er bietet keine Schalldämmung. Auch die Nahtverbindung, die Stelle, wo zwei Teppichbahnen aufeinandertreffen ist entscheidend. Wer sie einfach mit einer Schere abschneidet, macht einen Fehler. Die Naht muss exakt ausgerichtet, mit einem Spezialmesser geschnitten und mit Heißluft oder Kleber versiegelt werden. Sonst wird sie sichtbar, sammelt Schmutz und reißt mit der Zeit auf.
Und was ist mit dem Teppichboden Kleber, ein spezieller Klebstoff, der Teppichboden auf dem Untergrund fixiert – nicht jeder Kleber ist dafür geeignet? Viele nutzen einfach Normal-Kleber – das ist ein Risiko. Nur Kleber, die speziell für Teppichboden entwickelt wurden, verhindern Verformung und vermeiden chemische Reaktionen mit der Rückseite des Materials. Auch die Raumtemperatur zählt: Bei unter 15 Grad Celsius wird der Kleber nicht richtig aktiv, bei über 25 Grad trocknet er zu schnell. Die perfekte Temperatur liegt zwischen 18 und 22 Grad. Und vergiss nicht: Der Boden muss trocken, eben und staubfrei sein. Selbst kleinste Körnchen unter dem Teppich werden später zu unsichtbaren Stolperfallen.
Du findest hier keine theoretischen Anleitungen von Fachbuchautoren, sondern praktische Erfahrungen aus echten Sanierungen: Wie du eine Naht in einem Treppenhaus unsichtbar machst, warum du in Altbauten nie auf die Unterlage verzichten solltest, und welcher Kleber sich für Fußbodenheizung eignet. Alle Beiträge hier sind aus der Praxis – für Handwerker, Eigenheimbesitzer und alle, die es richtig machen wollen.