Renovieren mit Freunden: So organisierst du dein Team-Projekt im Eigenheim

Renovieren mit Freunden: So organisierst du dein Team-Projekt im Eigenheim
Bauen und Renovieren Lynn Roberts 28 Jan 2026 4 Kommentare

Stell dir vor: Du stehst in deiner Wohnung, blickst auf die abblätternde Wand, die kaputte Fußbodenplatte und die verstaubte alte Heizung. Die Kosten für einen Handwerker? Über 15.000 Euro. Aber du hast Freunde, die Zeit haben. Und du hast Mut. Renovieren mit Freunden ist nicht nur ein Sparmodell - es wird zur gemeinsamen Geschichte, die du nie vergisst. Aber nur, wenn du es richtig anpackst.

Warum Freunde? Weil es funktioniert - wenn du planst

Viele denken: „Wir machen das einfach mal so, wie es kommt.“ Und dann sitzt man eine Woche später mit drei Helfern vor einer halb abgezogenen Tapete, ohne Kleister, ohne Werkzeug und ohne Plan. Das scheitert. Die Erfahrung zeigt: Erfolgreiche Team-Renovierungen beginnen nicht mit dem ersten Hammerhieb, sondern mit einem Zettel und einem Kalender.

Laut einer Studie von zli-bauconsulting.de aus dem Jahr 2024 scheitern 70 % der ungeplanten DIY-Projekte innerhalb der ersten zwei Wochen. Der Grund? Keine klare Struktur. Wer mit Freunden renoviert, muss genauso diszipliniert sein wie ein Handwerksbetrieb - nur ohne Lohn. Das heißt: Du brauchst einen Zeitplan, der bis ins Detail geht. Nicht „in zwei Wochen machen wir die Wand“ - sondern „am 12. März, 9 Uhr, bauen wir die alte Heizung ab. Wer bringt den Plattenheber? Wer nimmt den Müll mit?“

Die To-Do-Liste: Dein geheimer Erfolgsfaktor

Eine Excel-Tabelle ist dein bester Freund. Nicht nur irgendeine Liste - eine chronologische, detaillierte, mit Verantwortlichen. Nadine Burck, die ihre Wohnung komplett ohne Handwerker renovierte, hat jede einzelne Aufgabe aufgelistet: „Was muss vorher passieren? Wer kann das? Was brauchen wir?“

Beispiel: Bevor du anfängst, die Wände zu streichen, musst du:

  • Steckdosen und Schalter abmontieren
  • Türrahmen abkleben
  • Alle Möbel aus dem Raum räumen
  • Den Boden abdecken
  • Den Putz prüfen - ist er fest oder bröckelt er?
Jede dieser Aufgaben hat einen Zeitpunkt, einen Verantwortlichen und eine Materialliste. Wer das nicht macht, verbringt 30 % der gesamten Zeit mit Baumarktfahrten - das hat Verena von selbermachen.de erlebt. Sie hat nach dem ersten Tag 14-mal zum Baumarkt fahren müssen, weil nichts vorbereitet war. Am Ende hat sie sich eine Liste gemacht - und das Projekt hat sich von zwei Jahren auf 14 Monate verkürzt.

Werkzeug, Material, Helfer: Alles vorher besorgen

Du brauchst nicht alles zu kaufen. Aber du musst es haben. Ein Plattenheber für Gipskarton, ein Gerüst für die Decke, eine gute Staubabsaugung - das alles kannst du ausleihen. Die meisten Baumärkte bieten Werkzeugverleih an. Frag frühzeitig nach. Zwei Wochen vor Projektstart solltest du alles bestellt oder ausgeliehen haben.

Material? Nicht „irgendwas“. Du brauchst die genaue Menge. Wie viele Quadratmeter Tapete? Wie viele Liter Farbe? Wie viele Dosen Spachtelmasse? Eine kleine Abweichung von 10 % führt zu einer zweiten Fahrt. Und jede Fahrt kostet Zeit - und Nerven.

Und die Helfer? Nicht einfach „kommt alle am Samstag“. Du musst gezielt fragen. „Kannst du am 15. März von 9 bis 14 Uhr die alte Fliesenwand abbauen?“ „Kannst du deine Bohrmaschine mitbringen?“ „Kannst du am Mittwochabend den Müll abholen?“

Wer nicht weiß, was er tun soll, hilft nicht. Oder er hilft falsch.

Die Rollenverteilung: Jeder hat eine Aufgabe

Ein Team braucht Führung. Nicht als Chef, sondern als Koordinator. Eine Person, die für alles zuständig ist: Wer kommt wann? Was fehlt? Wer bringt Kaffee? Wer ruft den Handwerker an, wenn die Elektroleitung kaputt ist?

Diese Person braucht keine handwerklichen Fähigkeiten. Sie braucht Organisationstalent. Und sie braucht den Mut, zu sagen: „Heute machen wir Pause, weil du nicht vorbereitet bist.“

Die anderen Helfer haben klare Aufgaben:

  • Logistik: Material besorgen, Werkzeug verteilen, Müll entsorgen
  • Technik: Wer versteht Bohren, Anschluss, Kleben? Das ist der Technik-Experte
  • Unterstützung: Wer bringt Essen, Getränke, Decken, Taschenlampen?
  • Dokumentation: Wer macht Fotos? Wer hält den Fortschritt fest?
Ein Team ohne klare Rollen ist ein Chaos. Ein Team mit klaren Rollen ist eine Maschine.

Eine leuchtende To-Do-Liste mit ikonischen Werkzeugen schwebt über einem Tisch, Freunde reichen Werkzeuge weiter.

Kosten: Wie viel sparst du wirklich?

Ein 80 m²-Apartment, komplett renoviert mit Handwerkern: 15.000 bis 20.000 Euro. Mit Freunden: 5.000 bis 8.000 Euro. Das klingt nach einem Riesensparen. Aber: Du brauchst 40 % mehr Zeit. Verena hat zwei Jahre gebraucht. Ein Handwerker hätte 8-12 Monate gebraucht.

Das heißt: Du sparst Geld - aber du investierst Zeit. Und Zeit ist auch Geld. Aber es ist anders. Es ist Gemeinschaft. Es ist das Gefühl, etwas selbst geschafft zu haben. Es ist das Bier am Abend, das nach einem Tag voller Schweiß und Staub viel besser schmeckt.

Und es ist sicherer. Denn du weißt, wer deine Wände streicht. Du kennst den, der die Elektroinstallation macht. Du kannst ihn fragen, ob er das richtig gemacht hat.

Die Grenzen: Wann brauchst du einen Profi?

Hier kommt der entscheidende Punkt: Nicht alles kannst du machen. Und du solltest es nicht versuchen.

Elektrik? Nur mit Zulassung. Wasserleitungen? Nur mit Genehmigung. Statik? Nur mit Gutachten. Wenn du eine Wand wegnehmen willst, die eine Decke trägt, brauchst du einen Statiker. Punkt. Das ist nicht nur gefährlich - das ist rechtlich riskant. Laut der Handwerkskammer Düsseldorf kann eine falsche statische Veränderung dein Haus beschädigen - und du haftest.

Wenn du unsicher bist: Hol dir professionelle Hilfe. Nicht für das ganze Projekt. Nur für die kritischen Teile. Viele Handwerker bieten heute „Begleit-Service“ an: Sie kommen für eine Stunde, schauen sich die Elektroverkabelung an, sagen, ob es sicher ist, und gehen wieder. Das kostet 50-100 Euro - und rettet dich vor einem teuren Fehler.

Die soziale Komponente: Mehr als nur Arbeit

Das ist der wahre Gewinn. Renovieren mit Freunden verändert Beziehungen. Du erlebst, wie jemand mit einem Bohrer umgeht. Du lernst, wie jemand unter Druck reagiert. Du siehst, wer zuverlässig ist. Wer lacht, wenn alles schiefgeht. Wer sich anstrengt, obwohl er keine Ahnung hat.

Das ist kein Projekt. Das ist eine Erfahrung. Und sie bleibt. Einige Freunde, die bei der Renovierung halfen, sind heute noch enge Freunde. Weil sie gemeinsam etwas geschafft haben - nicht nur eine Wand, sondern etwas tieferes.

Deshalb: Vergiss nicht, die kleine Dinge zu machen. Jeden Tag Kaffee und Kuchen bereitstellen. Den Müll rausbringen. Ein paar Stunden am Abend Musik laufen lassen. Ein bisschen Humor. Das macht den Unterschied.

Freunde feiern nach einem Arbeitstag auf dem renovierten Boden, Bier in Gläsern, Lichterketten und gemalte Wände im Hintergrund.

Was passiert, wenn es schiefgeht?

Es wird schiefgehen. Die Wand ist wackelig. Die Elektroleitung hat einen Kurzschluss. Ein Helfer verletzt sich. Das ist normal. Aber du musst vorbereitet sein.

Erstens: Keine Schwarzarbeit. Wenn jemand dir hilft und du ihm dafür eine neue Küche gibst - das ist kein Geschenk. Das ist ein Tausch. Und wenn der Wert über 500 Euro pro Jahr liegt, ist das steuerlich relevant. Die Finanzbehörden prüfen das.

Zweitens: Haftung. Wenn jemand sich verletzt, während er bei dir arbeitet, bist du möglicherweise haftbar. Keine Angst - aber klare Absprachen. Sag: „Wir helfen uns gegenseitig. Keine Gewährleistung. Keine Haftung.“ Und schreibe das auf. Ein kurzer Satz auf einem Zettel, unterschrieben von allen. Es ist kein Vertrag - aber ein Zeichen von Ernsthaftigkeit.

Die Zukunft: Warum das immer beliebter wird

2024 hat die Wagner Group einen Anstieg von 35 % bei den Downloads ihrer DIY-Anleitungen verzeichnet. Jüngere Leute zwischen 25 und 35 Jahren greifen zu 68 % auf Freunde und Familie zurück, wenn sie renovieren. Ältere Menschen? Nur 42 %. Warum? Weil jüngere Menschen digitale Werkzeuge nutzen. Sie schauen sich Videos an. Sie laden Anleitungen runter. Sie planen mit Apps.

Und sie wollen mehr Kontrolle. Sie wollen nicht nur ein Haus haben - sie wollen es selbst gemacht haben.

Die Handwerker merken das. Viele bieten jetzt hybride Lösungen an: Du machst den Großteil, sie kommen nur für die gefährlichen oder komplexen Teile. Das ist die Zukunft. Nicht „entweder du oder der Profi“. Sondern: „du und der Profi - gemeinsam“.

Dein nächster Schritt: Mach den ersten

Du hast jetzt alles, was du brauchst. Ein Plan. Eine Liste. Eine Idee. Jetzt kommt der schwierigste Teil: Du musst anfangen.

Nicht in drei Wochen. Nicht nächste Woche. Heute. Schreib die erste Aufgabe auf. Frag einen Freund: „Kannst du mir helfen?“

Renovieren mit Freunden ist kein Wettbewerb. Es ist kein Wettlauf gegen die Zeit. Es ist eine gemeinsame Reise. Und am Ende steht nicht nur eine neue Wand. Sondern eine neue Geschichte.

Kann ich wirklich alles selbst machen, ohne Handwerker?

Nein. Du kannst viele Arbeiten selbst erledigen - Tapete abziehen, Wände streichen, Böden verlegen, Möbel aufbauen. Aber Elektrik, Wasserleitungen, statische Veränderungen oder Dämmung im Altbau brauchen einen Fachmann. Diese Arbeiten sind gefährlich, rechtlich komplex und können dein Haus beschädigen, wenn sie falsch gemacht werden. Hol dir professionelle Unterstützung, wenn du unsicher bist - nicht als Ersatz, sondern als Sicherheitsnetz.

Wie finde ich die richtigen Helfer?

Frage nicht alle gleichzeitig. Sprich persönlich mit Freunden oder Nachbarn, die handwerklich begabt sind. Frag konkret: „Kannst du am Samstag von 10 bis 16 Uhr die alte Fliesenwand abbauen?“ Oder: „Hast du eine Bohrmaschine, die du mir leihen kannst?“ Wer schon mal renoviert hat, bringt oft nicht nur Werkzeug, sondern auch Erfahrung mit. Verlasse dich nicht auf Leute, die nur sagen: „Ich helfe gerne.“ Prüfe, ob sie wirklich wissen, was sie tun.

Was kostet eine Team-Renovierung im Vergleich zu einem Handwerker?

Eine 80 m²-Wohnung kostet mit professionellen Handwerkern zwischen 15.000 und 20.000 Euro. Mit Freunden und Eigenleistung sinkt das auf 5.000 bis 8.000 Euro - hauptsächlich für Materialien. Du sparst also bis zu 15.000 Euro. Aber du brauchst 40 % mehr Zeit. Ein Handwerker braucht 8-12 Monate, du brauchst 14-24 Monate. Der Gewinn ist nicht nur finanziell - er ist emotional.

Brauche ich eine Versicherung für Renovierungs-Helfer?

Wenn deine Haftpflichtversicherung privat ist, deckt sie meistens auch Freunde ab, die dir helfen - solange es kein Gewerbe ist. Aber: Wenn jemand sich verletzt, weil du unzureichend gesichert hast, kannst du haftbar gemacht werden. Kläre das vorher mit deiner Versicherung. Ein einfacher Satz auf einem Zettel, den alle unterschreiben - „Wir helfen freiwillig, ohne Anspruch auf Haftung“ - kann viel vermeiden.

Wie vermeide ich Streit während der Renovierung?

Streit entsteht durch Unklarheit. Deshalb: Alles schriftlich. Wer macht was? Wann? Was braucht ihr? Wer bringt was mit? Halte wöchentliche kurze Treffen ab - 15 Minuten reichen. Sprich offen, wenn etwas nicht läuft. Und: Lächle. Mach Pausen. Bring Kaffee. Lass Musik laufen. Renovieren ist Arbeit - aber es sollte auch Spaß machen. Wenn du das vergisst, wird es zur Last.

Kann ich Renovierungshilfe gegen Reparaturen tauschen?

Ja - aber nur bis zu einem Wert von 500 Euro pro Jahr. Wenn du deinem Freund hilfst, seine Küche zu bauen, und er dir dafür die Elektroinstallation macht - das ist ein Tausch. Und wenn der Wert über 500 Euro liegt, muss er steuerlich erfasst werden. Das ist keine Strafe - aber ein Gesetz. Informiere dich bei der Finanzbehörde, wenn du planst, größere Tauschleistungen zu machen.

Kommentare

  • NURUS MUFIDAH

    NURUS MUFIDAH Januar 29, 2026

    Ich hab das letztes Jahr mit drei Freunden gemacht – und ja, die Planung war der Schlüssel. Wir hatten eine Google-Table mit jedem Schritt, Verantwortlichen und Materialliste. Kein Baumarkt-Trip ohne Checkliste. Und am Ende? Wir hatten nicht nur eine neue Wohnung, sondern eine echte Bindung. Jeder wusste, was er tun muss – und niemand fühlte sich überfordert. Wer das als 'Freizeitbeschäftigung' sieht, versteht den Punkt nicht.

    Werkzeugverleih ist ein Gamechanger. Wir haben uns alles von Hornbach ausgeliehen – inklusive Staubabsaugung. Das spart nicht nur Geld, sondern auch Platz in der Wohnung. Und Kaffee am Morgen? Non-negotiable. Ohne Kaffee läuft nichts.

    Und ja: Wir haben einen Statiker für die Wand rausgenommen. Nicht weil wir Angst hatten, sondern weil wir es ernst meinen. DIY heißt nicht 'ich mach alles selbst', sondern 'ich mach was ich kann – und hole Hilfe, wo es nötig ist'.

  • Jakob Sprenger

    Jakob Sprenger Januar 31, 2026

    Haha, klar, 'Team-Renovierung' – wie ein TikTok-Trend, der am Ende im Krankenhaus endet. Ich hab neulich einen Typen getroffen, der mit Freunden die Wand rausgenommen hat – ohne Genehmigung. Zwei Wochen später kam der Bauamt-Schreiberling, hat die Baustelle abgeriegelt und ihm 3.000 Euro Strafe aufgebrummt. Und jetzt sitzt er mit drei Helfern in der Küche und schaut sich YouTube-Videos an, wie man 'richtig' baut.

    Die meisten Leute denken, sie sind die neuen Bauherren von Berlin. Aber nein. Du bist kein Architekt. Du bist ein Amateur mit einem Bohrer und einer falschen Hoffnung.

    Und wer sagt, 'Kaffee macht’s besser'? Genau. Das ist die neue Religion der Selbstbetrüger. Du rennst durch deine Wohnung wie ein Huhn ohne Kopf, während dein Vermieter die Rechnung bezahlt, wenn die Decke einbricht. Lass die Profis machen, was Profis können. Sonst wirst du der Typ, der in der Facebook-Gruppe fragt: 'Warum ist mein Bad jetzt ein Schwimmbecken?'

  • Michael Hufelschulte

    Michael Hufelschulte Januar 31, 2026

    Interessant, wie hier die Begrifflichkeiten willkürlich vermengt werden. 'Renovieren mit Freunden' wird als kollektive Erfahrung verharmlost – dabei handelt es sich um eine informelle, nicht-kommerzielle Arbeitsgemeinschaft, die rechtlich unter § 674 BGB fällt, sofern keine Entgeltzahlung stattfindet. Aber: Wer 'Hilfe' als Tauschleistung definiert, ohne die Grenze von 500 €/Jahr einzuhalten, verstößt gegen die Einkommensteuerrichtlinien des Finanzamts – und das ist kein 'kleiner Fehler', sondern ein steuerlicher Verstoß.

    Und die Aussage, dass 'Zeit auch Geld ist'? Das ist eine ökonomische Reduktion, die den subjektiven Wert von Gemeinschaft ignoriert. Es ist nicht 'Zeit = Geld', sondern 'Zeit = Erfahrung'. Und Erfahrung lässt sich nicht monetarisieren – aber sie lässt sich dokumentieren. Wer das nicht versteht, verwechselt Projektmanagement mit Lebensführung.

    Und bitte: Wer 'Kaffee' als strategisches Mittel beschreibt, sollte sich mit der Psychologie der Gruppendynamik beschäftigen. Es ist kein 'Humor', sondern eine soziale Bindungsstrategie, die durch Mikro-Interaktionen den Kohäsionsgrad erhöht. Ich hab das in meiner Diplomarbeit analysiert. Wer das liest, sollte das zitieren.

  • Wolfram Schmied

    Wolfram Schmied Februar 2, 2026

    Ich hab das vor zwei Jahren mit meinem Bruder gemacht – und ja, es war hart. Aber nicht wegen der Arbeit. Sondern wegen der Stimmung. Wenn du nicht klar sagst, wer was macht, wird es toxisch. Wir hatten eine 15-Minuten-Checkliste jeden Montagmorgen. Kein Drama. Kein Vorwurf. Nur: 'Was ist heute? Was brauchst du?'.

    Und nein, wir haben keinen Handwerker für die Elektrik gebraucht – aber wir haben einen Elektriker für eine Stunde bezahlt. 80 Euro. Er hat uns gezeigt, wie man die Leitungen richtig verlegt. Kein Risiko. Kein Stress. Und am Ende haben wir’s selbst gemacht – mit Wissen, nicht mit Glück.

    Wenn du das mit Freunden machst: Sei ehrlich. Sag, wenn du müde bist. Sag, wenn du was nicht kannst. Und hör auf, alles perfekt machen zu wollen. Es geht nicht um die Wand. Es geht darum, dass du am Ende noch mit den Leuten reden kannst, die dir geholfen haben.

    Und wenn jemand sagt 'ich helfe gerne' – frag ihn: 'Wann? Was? Was brauchst du?' – und dann schreib es auf. Sonst landest du bei mir – und ich hab schon zu viel Kaffee für Leute gekauft, die nicht wissen, was sie tun.

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